09.03.11

Weniger, Älter, Bunter - Demographische Herausforderung und GIS

Weniger, Älter, Bunter – mit diesen Schlagworten wird in zahlreichen Publikationen der demografische Wandel umrissen.

Weniger: Seit 1972 liegt in Deutschland die Sterberate höher als die Geburtenrate. Das Geburtendefizit wird seit 2003 durch eine sich verringernde Zuwanderung nicht mehr ausgeglichen, die Bevölkerungszahl nimmt insgesamt ab.

Älter: Die Lebenserwartung steigt und der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung nimmt zu.

Bunter: Der Zuzug von jungen Menschen aus anderen Ländern verlangsamt die Alterung der Gesamtbevölkerung.

Die Folgen dieser Entwicklung sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Manche Regionen und Städte, insbesondere die wirtschaftlich prosperierenden Metropolregionen, sind durch eine stabile demografische Entwicklung gekennzeichnet. In vielen ländlichen und strukturschwachen Gebieten ist dagegen schon heute ein deutlicher Bevölkerungsverlust zu bemerken. Laden- und Häuserleerstände oder Schulschließungen sind sichtbare Vorzeichen dieser Entwicklung.

Für die Kommunen ist der demografische Wandel Herausforderung und Entwicklungschance zugleich. Die Städte und Gemeinden sind gefordert, langfristige Entwicklungsziele zu formulieren und strategische Konzepte zu entwickeln. „Eine Region, die nicht für die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen sorgt, wird zu den Verlierern des demografischen Wandels gehören. Investitionen in Hochschulangebote, Verkehrs- und IT-Infrastruktur, Schulqualifikation, Verbesserung der Kinderbetreuung und regionale Entwicklungskonzepte sind Investitionen in die Zukunft!“, so Olaf Stähler, Vizepräsident der IHK Stade.

Von zentraler Bedeutung für ein nachhaltiges Infrastruktur- und Flächenmanagement ist die Bestandsaufnahme von Einrichtungen, Leistungen und Defiziten. Die Steuerung von Prozessen erfordert ein fortlaufendes Monitoring. Für nahezu sämtliche raumwirksamen Handlungsfelder sind Geografische Informationssysteme (GIS) unverzichtbare Hilfsmittel mit einer enormen strategischen Bedeutung. 

Über den Raumbezug lassen sich im GIS demografische Daten mit Geoinformationen verknüpfen. Dies eröffnet eine Vielzahl neuer Auswertungsmöglichkeiten:

- Wie sieht der Altersdurchschnitt in einem bestimmten Stadtgebiet aus?

- In welchem Gebiet ist die Wohndauer nur kurz?

- Welche Gebäude sind nicht bewohnt oder werden gewerblich genutzt?

Analysefunktionen ermöglichen es, die Alterstruktur eines Kindergartenbezirks zu bestimmen oder den Einzugsbereich eines geplanten Lebensmittelmarktes zu berechnen.

Mit GIS-Funktionalität lassen sich verschiedene Planungsszenarien modellieren und die Grundlagen für Entscheidungen transparenter darstellen. 

Das interdisziplinär besetzte Team der GeoDok GmbH unterstützt mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich geographischer Informationssysteme interessierte Kommunen bei der Einführung und Schulung von Fachinformationssystemen, bei der Datenerhebung und der Analyse raumwirksamer Faktoren, beim Monitoring sowie bei der Modellierung von Szenarien. Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben oder weiterführende Informationen wünschen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Fon +49 521 89 68 84 oder info@geodok.de